Erfahrungsbericht von Werner – Auswandern nach Bangkok

Auswandern nach Bangkok Erfahrungsbericht

Ich finde persönliche Erfahrungen immer sehr spannend. Gerade wenn es darum geht, wie andere ihre Auswanderung erlebt haben. Aus vielen Mails und Kommentaren weiss ich, dass es auch vielen Phuketastic Lesern so geht. Darum freue ich mich, dass ich Werner, seit längerem Leser meines Phuket Blogs, als Gastautor gewinnen konnte. Werner ist erst vor wenigen Wochen von Deutschland nach Thailand ausgewandert und lebt jetzt in der Hauptstadt Bangkok.
Im heutigen Gastbeitrag erzählt er uns seine ganz persönliche Geschichte…

Wie alles begann – die Idee vom Auswandern entsteht

Alles begann Anfang der 90er – Jahre mit einer Rundreise durch Südostasien. In 17 Tagen Frankfurt – Singapur – Bali – Bangkok – Frankfurt. Ich war zuvor noch nie in Asien. Die Reise diente dazu einen Überblick über 4 verschiedene Regionen Asiens zu erlangen, um später entscheiden zu können, wo es sich lohnt noch einmal „tiefer einzusteigen“. Bangkok war eindeutig der Höhepunkt der Reise. Dort war die Affinität zu Land und Leuten am größten und so beschloß ich für meinen nächsten Urlaub eine Thailand – Rundreise zu buchen. In den darauf folgenden Jahren führten mich meine Urlaubsreisen immer wieder nach Thailand und so besuchte ich im Laufe der Jahre Bangkok, Phuket, Chiang Mai, Mae Hong Son, Chiang Rai, Pattaya, Rayong, Ayutthaya, Kanchanaburi, den River Kwai, Nakhon Pathom, Khanom und Koh Samui.

In dieser Zeit wurde der Gedanke geboren möglichst viel Geld in möglichst kurzer Zeit zu verdienen, um möglichst früh und in noch einigermaßen jungen Jahren nach Thailand ziehen zu können. In dieser Zeit gefiel mir das scheinbar sorglose und glückliche Dasein der Thais, die (meist) viel weniger Mittel, als westliche Bevölkerungen zur Verfügung haben und dennoch zufriedener zu sein schienen, als ewig gestresste Europäer oder Amerikaner. Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich die Thais (zumindest in Bangkok) ganz so sorglos und stressfrei heutzutage nicht mehr erlebe und das auch hier inzwischen oftmals der Stress Einzug gehalten hat. Das fällt besonders in der U – Bahn auf, wo das „ewige Lächeln“ dem Termindruck und dem Stress scheinbar gewichen ist.

Ich studierte damals in Deutschland Physik und arbeitete danach 22 Jahre im Vertrieb. Als Teamleiter für Sales und Service, sowie später als Key Account Manager in verantwortlicher Position mit einem sehr großen Umsatzdruck. Von meinen Verhandlungen mit den „big global Playern“ hingen ca. 20% des Gesamtumsatzes meines Arbeitgebers ab. Mein o.g. Ziel schnell Geld zu verdienen, um in Deutschland schnell weg kommen zu können rächte sich allerdings später leider. Mit 48 Jahren und 22 Jahren Berufserfahrung im Vertrieb verliessen mich die Kräfte. Ich konnte keinen Tag mehr länger in diesem Job arbeiten und so kündigte ich – zur Verwunderung aller – meinen gut bezahlten Job selbst, um endlich wieder selbst- und nicht mehr fast ausschließlich fremdbestimmt Leben zu können.

Mein ursprünglicher Plan nach meinem 50. Geburtstag zu kündigen und Deutschland zu verlassen ging dadurch leider nicht mehr auf.

Thailändisch lernen als Vorbereitung auf die Auswanderung

auswandern frankfurt nach thailand

Die Visabestimmungen Thailands nennen folgende Grundvoraussetzungen für die Erlangung eines „Retirement Visa“. Alleinstehende Antragsteller müssen das 50. Lebensjahr vollendet haben und ein Bankguthaben von mindestens 800.000 THB auf einem Konto bei einer thailändischen Bank nachweisen können. Der Nachweis eines tadellosen Führungszeugnisses und eines Gesundheitszeugnisses versteht sich natürlich von selbst.

Wie konnte ich nun also die 2 Jahre „Wartezeit“ im Sinne der Verfolgung meines Ziels nutzen ?

Für mich stand von Anfang an außer Frage, dass ich die Sprache der Bevölkerung des Landes sprechen können muss, in dem ich einmal dauerhaft leben möchte ! Schon zu Zeiten meiner Berufstätigkeit besuchte ich abendliche Thai – Kurse bei der Volkshochschule Frankfurt, um einen einstieg in die doch eher gewöhnungsbedürftige und für Europäer nicht ganz einfache Sprache zu erlangen, da es sich bei Thai um eine tonale Sprache mit 5 verschiedenen Tonhöhen handelt. Man muss dazu sagen, dass meine Talente (als Physiker) eher in naturwissenschaftlichen Bereichen zu finden sind, als im Erlernen von Fremdsprachen …

Schnell stellte sich heraus, dass man mit 2 Stunden Thai pro Woche am Abend nach getaner Arbeit nicht wirklich zügig im Erlernen einer Sprache voran kommt. Nachdem der Einstieg nun aber schon einmal geschafft und die Zeit aufgrund der Kündigung vorhanden war beschloss ich das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Ich buchte einen Thai – Sprachkurs mit insgesamt 300 Unterrichtsstunden (15 Wochen, Mo. – Fr. von 9.00 – 12.00 Uhr) in einer Sprachschule in Bangkok und kam so gleichzeitig in den Genuss eines „Education Visa“ für 6 Monate. Dieser Langzeit – Aufenthalt diente auch dazu, mir wirklich klar zu werden, ob ich außerhalb einer Urlaubs – Situation in diesem Land für längere Zeit leben kann und möchte.

Den geneigten Lesern wird die Antwort sicherlich nicht verwundern. JA – ich konnte und ich wollte …

Nun galt es aber immer noch 1 Jahr bis zu meinem 50. Geburtstag im Februar 2013 zu überbrücken. Nach einem 6 – monatigen Aufenthalt in Deutschland machte ich mich erneut mit einem „Tourist Visa ,double entry“ auf die Reise nach Bangkok. Nach 60 Tagen buchte ich eine 1 – tägige Bustour nach Kambodscha, um weitere 60 Tage in meinen Pass gestempelt zu bekommen. Nach insgesamt 3 Monaten in Bangkok brach ich dann aber wieder auf, um die Feierlichkeiten anläßlich meines 50. Geburtstages organisieren zu können.

Die wichtigste Voraussetzung ist erfüllt – Jetzt geht die Vorbereitung erst richtig los

Dann kam endlich der „Tag der Erlösung“. Endlich 50 Jahre alt und damit wurde eine der geforderten Voraussetzungen für das Retirement Visa erfüllt !

deutscher auswanderer thailand

Ich benötigte dann noch einmal 4 Monate in Deutschland, um dort alles zu regeln. Es galt einen Mieter für meine Eigentumswohnung in Frankfurt zu finden, und alle Unternehmen, mit denen man irgendwie in Geschäftsbeziehung steht über meinen Wohnsitzwechsel zu informieren.

An dieser Stelle sei gesagt, dass dies eine der zermürbendsten Arbeiten war und auch noch heute ist. Mit einem der größten deutschen Lebensversicherer bin ich bis heute nicht im Reinen, da Versicherungen, Banken aber auch andere deutsche Unternehmen an ihre Grenzen zu stoßen scheinen eine „c/o – Adresse“ oder gar eine ausländische Adresse in ihren Stammdaten einzupflegen. Leider ist eine rein elektronische Korrespondenz über Online – Postfach oder E-Mail bei den meisten Unternehmen momentan noch vollkommen undenkbar.

Wieviel Papier und Porto könnten deutsche Unternehmen sparen, wäre man doch nur etwas näher in der realen Welt und etwas weniger im Zeitalter der Postkutschen ?

Selbst Internet – Provider haben ihre liebe Mühe damit eine Sonderkündigung wegen Umzugs ins Ausland zu akzeptieren. Hier scheint es in der Software keinerlei Möglichkeiten zu geben den Kunden als endgültig verloren zu kennzeichnen. Nach meiner Sonderkündigung steckte jeden Tag ein Angebot mit einem noch besseren und noch günstigeren Tarif im Briefkasten und ebenso wurden Scharen von Call – Center – Mitarbeitern damit beschäftigt, mich telefonisch doch zu einem Umdenken zu bewegen und doch bei dem ehemaligen Provider zu bleiben. Nach mehreren Tobsuchtsanfällen am Telefon erhielt ich dann scheinbar doch ein Kennzeichen in der Datenbank, dass man unter Androhung einer Unterlassungsklage nach Möglichkeit vermeiden solle bei mir anzurufen !

Unglaublich, auf welchem Stand sich so manches CRM – Tool wirklich großer und führender Firmen (auch DAX – Unternehmen) einer Industrienation Deutschland befinden !!!

Ich sehnte mehr und mehr den 1. Juli 2013 herbei. Dann hätte der Spuk endlich ein Ende. Ob mit gutem oder schlechtem Ausgang. Hauptsache weg …

Das Problem mit dem Umzug – Wie bringe ich meine Sachen nach Thailand?

Leider bestand jedoch vor dem Umzug noch das Problem – äähhh die Herausforderung (so hat man das ja mal in Managerseminaren gelernt) eine 90 qm große Wohnung in 3 Koffern mit nicht mehr als 40kg Gesamtgewicht zu packen. Für mich war klar, dass ich keinerlei Möbel mit nach Thailand nehmen würde. Auch bei allen anderen Sachen rechnet sich der Transport einfach nicht. Schließlich steht kein Arbeitgeber hinter mir, der alles bereitwillig bezahlt. Neben einem Container, dem Transport von Frankfurt an einen Seehafen, der Seefracht, einem Zollagenten in Bangkok und dem Transport vom Hafen ins Zentrum Bangkoks wäre vor allem eine größere Summe Einfuhrzoll zu bezahlen gewesen. Befreit vom Einfuhrzoll sind nämlich nur die Glücklichen mit einer Arbeitserlaubnis, einem beruflich veranlassten Umzug und einer Einfuhr innerhalb von 3 Monaten nach Einreise !

Wie sollte ich diese Herausforderung also meistern ???

Statt der erlaubten 40kg hatte ich 57,8kg eingechecktes Gepäck. Hier wurden für 7kg Übergepäck insgesamt 140 EUR bei der SriLankan Airlines fällig. Der Rest ging auf Kulanz. Statt der erlaubten 2 Handgepäckstücke mit nicht mehr als jeweils 7kg hatte ich 2 Handgepäckstücke mit jeweils 12kg. Die jeweils 5kg Differenz habe ich jedoch erst nach dem Check In am Flughafen zugepackt. Ein Kumpel flog 2 Wochen später mit wenig eigenem Gepäck nach Bangkok und nahm mir netter Weise einen weiteren Koffer mit 25kg Gewicht mit. Ein Paket – 17kg schwer – ist mit DHL für 94 EUR Versand-kosten auf den Weg gebracht worden und wurde hier nach 15 Tagen frei Haus angeliefert. Es beinhaltete vor allem längere Gegenstände, die selbst diagonal in meinen größten Koffer nicht gepasst hätten. Der Rest des Volumens wurde mit alten Klamotten, Betttüchern und Handtüchern belegt, so dass auch der Zoll in Bangkok nichts zu beanstanden hatte. Meines Wissens ist die Einfuhr von Kleidern und Büchern für den persönlichen Bedarf in Thailand zollfrei.

appartment in bangkok

Und zu guter letzt habe ich in Frankfurt noch mehrere kleinere Sachen liegen, die mir nach und nach meine Freunde mitbringen, die mich im Laufe der Zeit mal in Bangkok besuchen kommen wollen oder, die ich auf Heimaturlaub dann nach und nach einmal mitbringen werde.Hier handelt es sich um Dinge, die nicht lebensnotwendig sind, die ich aber gerne aus ideellen Gründen und weniger aus materiellen Gründen aufheben möchte. Eigentlich bräuchte man aus materiellen Gründen fast nichts mit nach Thailand zu bringen, da ich alleine für die 140 EUR Übergepäck – Gebühr bei Sri Lankan die Sachen 3 Mal hätte in Bangkok neu kaufen können. Aber wie gesagt darf man ja nicht alle Andenken aus rein materieller Sicht betrachten und beurteilen !

Der große Rest meines Hab und Guts in Frankfurt wurde an Familie und Freunde verschenkt oder über ein großes Internet – Auktionsportal mit 4 Buchstaben verkauft.

Behördengänge, Visa und Bankkonto in Thailand

Ich hatte ja bereits beim thailändischen Generalkonsulat in Frankfurt mein Retirement Visa, multiple entry oder wie es offiziell heißt : mein Non – Immigration O-A Visa multiple entry erhalten. Dort musste natürlich auch schon das Bankguthaben nachgewiesen werden.

Bei dem Versuch der Eröffnung eines Kontos bei einer thail. Bank kam ich mir vor wie der „Hauptmann von Köpernick“. Damals wollte mir keine thail. Bank ein Konto eröffnen ohne den Besitz einer gültigen Arbeitserlaubnis und eines gültigen Visums von mehr als 90 Tagen. Ein Visum von mehr als 90 Tagen erhält man aber nur unter Vorlage eines Bankguthabens bei einer thail. Bank !!!

Zum Glück habe ich damals während meines Sprachaufenthalts in Bangkok für den Tag X vorgesorgt. Ich ließ mir ein Schreiben von der Sprachschule geben sowie ein Schreiben meines Vermieters und konnte schließlich mein 180 Tage Education Visa vorweisen. Mit all diesen Unterlagen hatte die Kasikornbank ein Einsehen mit mir und eröffnete – nach gefühlten 100 Kopien aller Seiten meines Reisepasses und gefühlten 200 Unterschriften auf allen Kopien – ein Guthabenkonto. Denn es ging ja nie um eine Kreditkarte oder einen Dispokredit, sondern immer nur um ein reines Guthabenkonto als Vorzeigegeld für die Immigration in Bangkok.

Beim Erhalt meines Retirement Visa in Frankfurt wurde mir gesagt, dass ich mich innerhalb von 48 Stunden nach Einreise in Thailand bei der zuständigen Immigration in Bangkok melden müsse, um mein Retirement Visa registrieren zu lassen. Meine Frage, ob das nicht bereits automatisch bei der Einreise in Bangkok geschehen würde, wurde verneint. Nachdem ich also am 1. Juli 2013 in Bangkok gelandet und mein Apartment bezogen hatte, machte ich mich am Dienstag den 2. Juli 2013 auf den Weg ins ca. 30 km weit entfernte Chaeng Wattana – ein Regierungsviertel im Norden Bangkoks, in dem unter anderem auch die Immigration für den Bezirk Bangkok ansässig ist. Die frühere Anlaufstelle in der Soi Suan Plu ist für Visaangelegenheiten leider nicht mehr zuständig, sondern stellt nur noch Re – entry Permits aus.

Seit diesem Jahr wurde in Thailand die Beförderungspflicht für Taxifahrer eingeführt. Nur leider ist davon nichts zu spüren. An jenem Morgen, dem 2. Juli 2013 stoppte ich ca. 10 Taxifahrer, von denen 5 Fahrer die Fahrt wegen der großen Entfernung ablehnten und ich selbst ca. weitere 5 ablehnte, da sie ganz offensichtlich keinen Schimmer davon hatten, wie sie zu dem gewünschten Fahrtziel gelangen sollten. Mit Hilfe der Security vor meinem Apartmenthaus gelang es dann doch irgendwann einen Taxifahrer davon zu überzeugen die „lange“ Fahrt zu übernehmen. Mehr oder weniger glücklich im Immigration Office, Chaeng Wattana nach 90 – minütiger Fahrt angekommen erlebte ich DIE Überraschung.

sonnenuntergang in bangkok skyline

Die Dame am Informationsschalter schaute mich fragend an, was ich denn hier wolle ??? Ich hätte doch schließlich gestern bei der Einreise am Flughafen meinen Stempel bis zum 30. Juni 2014 bekommen. Ich solle mich also in 90 Tagen zum ersten Report wieder einfinden ! Desweiteren verweigerte Sie mir auch die Ausstellung eines Residence Cerificate, dass ich zur Beantragung meines Thai – Führerscheins benötigt hätte. Ein Residence Certificate könne erst nach dem ersten Report ausgestellt werden, da ich überhaupt erst dann im Computer der Immigration auftauchen würde.

Nun gut – ins nächste Taxi gestiegen (auf der Rückfahrt ins Zentrum Bangkoks gibt es nie Probleme ein Taxi zu finden), erneut 90 Minuten im Stau verbracht und rund 700 THB – für die Fahrten und die Maut – ärmer, kam ich unverrichteter Dinge wieder zu Hause an. Mit dem Wissen, dass ich diesen Trip ab sofort alle 90 Tage zum Report machen „darf“ …

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die ganzen Erlebnisse individuell mein Erlebnisse waren. Soll heißen, dass jederzeit und personenabhängig wieder alles ganz anders sein kann. Das muss man eben wissen, wenn man sich auf das Abenteuer Thailand einlässt …

 

37 Antworten
  1. Mayhemer
    Mayhemer says:

    Vielen Dank fuer diesen Erfahrungsbericht. Es hat wirklich Spass gemacht von Deinen Erfahrungen zu lesen.

    Ich freu mich schon auf weitere Erfahrungsberichte und hoffe irgendwann auch noch ein Update von Werner zu lesen. Schliesslich will ich jetzt auch wissen wie es mit Dir weiter geht.

    Auf jeden Fall freue ich mich fuer Dich – bin auch ein bisschen neidisch – und wuensche Dir viel Erfolg und vor allem viel Freude in Deinem neuen Leben in Thailand!

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      Danke für Deinen Kommentar! Ich hoffe auch, dass wir nochmals was von Werner zu lesen bekommen! Weitere Berichte sind in Arbeit…

      Antworten
  2. kahunablogger
    kahunablogger says:

    Soweit alles schlüssig und nachvollziehbar. Allerdings würde es mich interessieren, was der Autor mit dem Zentrum meint, denn Chaeng Wattana liegt ja nur ca. 15km nördlich, ziemlich direkt am Highway und 700 THB ist dafür stark überteuert. Habe bislang von Chitlom nach Don Mueang meist ~200 THB+Highway-Fee gezahlt und das ist ja noch ein Stück weiter.

    Wenn man den Trip zu staugefährdeten Zeiten macht kann man auch zur MRT Phahon Yothin fahren und sich dann ab der Union Mall/Central LadPrao ein Taxi nehmen.

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      Du täuscht Dich!
      Die Immigration in Chaeng Wattana liegt zwar auf gleicher Höhe im Norden von Bangkok, aber nicht direkt am Highway, wie Don Mueang.
      Werner wohnt soweit ich das mitbekommen habe relativ nahe an Lumpini. Von dort zur Immigration sind es knapp 30km. Von Chidlom nach Don Mueang etwa 22km.
      Unabhängig davon kann es bei Stau, mit Highway Tolls 700 Baht kosten. Vielleicht meldet sich Werner ja noch dazu…

      Antworten
      • Werner
        Werner says:

        Sebastian hat recht !
        Laut Internet sind es von der Sathorn Soi 1 (in der ich wohne) knappe 30 km bis nach Chaeng Wattana. In den 700 THB ist die Maut von 80 THB pro Strecke enthalten. Bleiben pro Strecke rund 270 THB für die Taxifahrt. Der Highway war unfallbedingt in beide Richtungen leider dicht. So entstanden die 270 THB Taxikosten pro Strecke.
        Chaeng Wattana ist alles andere als das Zentrum Bangkoks. Ich bezeichne als Zentrum Bangkoks die Districts Silom, Sukhumvit, Sathorn.

        Antworten
          • Werner
            Werner says:

            Mein Facebook – Account lautet :
            Werner Winter
            Ich arbeite beim Nationalmuseum in Bangkok.
            Mit der Angabe solltest du mich in Facebook finden 😉
            Vielleicht bist Du ja aber inzwischen schon längst in Thailand.
            Viele Grüße
            Werner

  3. Karl
    Karl says:

    Lieber Werner! Du wirst ganz sicher bald selbst draufkommen, daß du mit der Auswanderung und Komplettabschluß deines geregelten Lebens einen Riesen Fehler gemacht hast. Das Lächeln und die Fröhlichkeit ist alles nur gespielt und das du abgezockt wirst überall (auch dort wo du es gar nicht erwartest) ist für die Thais eine Selbstverständlichkeit. Und was Gesetze (zB: die der Taxis) betrifft interessiert das in Thailand absolut niemanden. Wirst sicher schneller zurücksein als du es jetzt glaubst. Viel Glück

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      Na, da ist aber jemand ganz schön frustiert…Bist Du selbst in Thailand auf die Schnauze gefallen;-)…?
      Es gibt unzählige Beispiele von Menschen, die sehr glücklich in Thailand sind, und das „geregelte“ Leben in Deutschland nicht vermissen. Ich z.B. 9 Jahre und kein Bedürfnis zurück zu gehen. Habe es probiert, aber es geht einfach nicht mehr…

      Lächeln und Fröhlichkeit sind nicht nur gespielt und nicht jeder ist ein Abzocker. Ich weiss ja nicht, wo Du Dich rumtreibst, aber ich erlebe jeden Tag Gegenbeispiele. Und das auf der sooo versauten, unfreundlichen Touri-Abzocker Insel Phuket!

      Klar, es gibt negative Seiten an Thailand, es gibt vieles was mich nervt! Aber, es hängt doch davon ab, worauf man sich konzentriert….

      Also, nicht immer von sich selbst auf andere schliessen….

      Antworten
      • Karl
        Karl says:

        Tja als Besitzer der Website würde ich auch so handeln und Wahrheiten als Frustration oder auf Schnauze gefallen darstellen. Werner hat erst den Anfang erlebt und hat es schon als „negativ“ bewertet(zB.Taxigesetz etc.). Ich habe nur darauf hingewiesen das dies erst der Anfang ist und er noch VIEL mehr erleben wird und diese Erfahrung hat JEDER gemacht und nicht ich alleine, also nicht „von sich selbst auf andere schliessen“ sondern „jeder macht dieselben Erfahrungen“ nur manche wollen sie schönreden!

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        • Werner
          Werner says:

          Gemach, gemach …
          Wie ich in meinem Bericht erwähnte habe ich mich ja ausführlich auf das Leben in Thailand vorbereitet. Ich wollte mir eben kein Bild in einem 2 – wöchigen Urlaub machen, sondern hatte ja zuvor bereits 6 und dann noch einmal 3 Monate hier zur Probe gelebt ! Ich denke, dass auf der ganzen Welt Touristen abgezockt werden, wenn man sich abzocken lässt ! Es gehören eben immer 2 dazu. Einheimische, die ihre Chance nutzen sich auf dumm an ahnungslosen Touristen gesund zu stoßen und auf der anderen Seite eben unvernünftige Touristen, die sich durch ihre Ahnungslosigkeit und Naivität abzocken lassen. Wer sich mit Bordsteinschwalben einlässt und gleichzeitig von der großen Liebe träumt, der würde auch in Frankfurt im Bahnhofsviertel abgezockt werden. Im Zweifel lasse ich mich aber immer noch lieber von Thais abzocken, als von einem Staat Deutschland, der durch gigantische Umverteilungsmaßnahmen die fleißige und arbeitende Bevölkerung bestraft, um „Andere“ zu belohnen …

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          • Robert
            Robert says:

            Werner, deinen letzten Satz kann ich nur voll unterstreichen! Und seit Herbst 2015 hat sich der Wahnsinn noch gesteigert. Auch ich werde deshalb in den nächsten 5 Jahren nach TH umziehen, mit einer Thai bin ich bereits verheiratet.

        • Sebastian
          Sebastian says:

          Abgesehen davon, dass ich nicht weiss, was ich als Website Betreiber davon haben sollte „Wahrheiten“ als irgendetwas darzustellen, sind Deine Wahrheiten pauschalisierte Meinungen.

          Ich streite nicht ab, dass es Abzocke gibt oder dass Lächeln und Freundlichkeit teilweise aufgesetzt sind. Dies aber pauschal auf jeden Thai und jede Situation zu übertragen ist ja wohl vollkommen überzogen.

          Meine Wahrheit/Erfahrung sieht anders aus als Deine, das hat aber nichts mit schönreden zu tun. Die situative Wahrnehmung ist nun einmal eine reine Interpretation der Realität und basiert zu einem sehr grossen Teil auf der individuellen Erwartungshaltung.

          Aus meiner Erfahrung sind es zumeist frustrierte und/oder in irgendeiner Form auf die Schnauze gefallene Farangs, die aus ihren eigenen Erlebnissen schliessen, dass es allen anderen ebenfalls so ergehen muss…wie gesagt, indivduelle Erwartungshaltung…;-)

          Antworten
  4. Paul
    Paul says:

    Der Bericht hat mir sehr gut gefallen, ist von einem klugen Menschen geschrieben worden, der bereit ist, Dinge differenziert zu sehen und der bereit ist viel Neues (Beispiel Sprache) zu lernen.

    Wir werden in rund drei Wochen nach Thailand gehen (zu dritt als Familie) und die Erfahrungen mit deutschen Unternehmen und der Postzustellung kann ich nur bestätigen. Mail-Zustellung ist absolut die Ausnahme und oft beruft man sich sogar auf Gesetze, dass man das nicht dürfe.

    Allerdings hatte ich im März 2013 keinerlei Probleme ein Konto bei der Kasikornbank in Pattaya zu erhalten, nur mit einem Touristenvisum für 30 Tage und einer Mietbescheinigung von meinem Vermieter über ebenfalls 30 Tage.

    Ganz wichtig und richtig ist, dass das alles rein persönliche Erfahrungen sind, die man nicht verallgemeinern kann. Jede thailändische Person auf der anderen Seite eines Schalters oder Schreibtisches interpretiert ihre Vorgaben, Regeln und Gesetze auf ihre Art und deshalb ist jede dieser Begegnungen vielfach einzigartig und das Ende kann nicht mit Bestimmtheit vorher gesehen werden.

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
      Wie Du sagst, es sind alles rein persönliche Erfahrungen, die nicht verallgemeinert werden können.
      Gutes Beispiel ist Bankkonto eröffnen. Ich habe Konten bei Kasikorn, Siam Commercial, Bangkok Bank und Krung Sri. Ob und wie ich ein Konto eröffnen Konto war jedes Mal anders und das mit Non Immigrant Visum. Ist von Filiale zu Filiale anders…

      Wünsche Euch viel Glück und v.a. viel Spass beim Neustart in Thailand! Vielleicht willst Du dann ja auch einen kleinen Bericht schreiben…

      Antworten
  5. Rico
    Rico says:

    Toller Bericht! Ich bin selbst am Sparen um irgendwann in Asien leben zu können. Thailand hat mir auch immer gefallen. Hoffentlich schaff ich es noch bevor ich 50 bin 😉

    Antworten
  6. ozchris89
    ozchris89 says:

    Sehr guter Artikel! Ich finde es gut das auch mal Kosten genannt werden, irgendwie war das Ende des Interviews doch sehr abrupt. Ich dachte es kommt noch eine zweite Seite oder so…ggf. das nächste Mal eine Abschluss Frage stellen.

    Ansonsten finde ich es auch gut wenn in den Kommentaren darauf aufmerksam gemacht wird das es auch negativ Beispiele gibt. Natürlich ist die Intention des Blogs weitgehend positiv aber vielleicht ist ja auch mal Platz für einen Sammelbericht mit Negativpunkten oder für ein Negativ Beispiel beim Auswandern (Diese Shows im Deutschen Fernsehen sind da wie immer mehr schlecht als recht – gehen nach Spanien kommen wieder zurück und sagen sie wussten nicht das man so gut spanisch sprechen muss).

    Antworten
  7. Uwe A.
    Uwe A. says:

    Hallo
    Tolle HP und ein schöner Bericht.
    Ich bin berufsbedingt ca. 6 Monate im Jahr in Singapur und für mich ist Thailand, insbesondere Phuket, da nur ca. 1h entfernt, recht wichtig um dem hektischen Singapur zu entfliehen.
    Ich will damit nur sagen ich kenne mehrere Seiten Asiens und die thailändische Art ist mir am liebsten, das Lächeln ist meist echt und im übrigen ist es immer noch so, wie man in den Wald hineinruft, so kommt es auch zurück. Diese „Weisheit“ hat auf der ganzen Welt bestand.
    Sicher gibt es Abzocker in Thailand, aber wo gibt es die nicht?
    Ein größeres Problem ist die weiterverbreitete Korruption. Diese behindert in meinen Augen zu einem nicht unbedeutenden Teil die wirtschaftliche Entwicklung in Thailand. Für uns als Firma ist es leichter in Singapur eine recht teure Lagerhaltung inkl. Versandservices aufrecht zu erhalten als diese nach Thailand zu verlagern, wo sie normalerweise ca 1/3 kosten würde.
    Schon der Versuch scheiterte an Korruption …. leider.
    Trotz allem mag ich Thailand und bin dabei mir dort einen 2t Wohnsitz zuzulegen (auf D zu 100% verzichten möchte ich nicht), dies scheint aber eine längere Geschichte zu werden… da es aber viele bereits geschafft haben bin ich guter Dinge…

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      „wie man in den Wald hineinruft, so kommt es auch zurück. Diese “Weisheit” hat auf der ganzen Welt bestand.
      Sicher gibt es Abzocker in Thailand, aber wo gibt es die nicht?“

      Da stimme ich Dir 100% zu!

      Und auch was die Korruption angeht bin ich voll bei Dir. Korruption ist die Ursache für die meisten Probleme in Thailand. Es ist ja nicht so, dass es keine Gesetze hier gibt, nur werden die an jeder Ecke umgangen. Und da können die einfachen Thais noch am allerwenigsten etwas dafür, wenn sie es jeden Tag von oben vorgelebt bekommen.
      Die Korruption ist einfach extrem in der Gesellschaft verankert und wird als normal akzeptiert.
      Und dennoch ist es möglich ein Leben hier zu führen ohne grossartig davon betroffen zu sein, Zumindest nicht direkt.

      Antworten
  8. Karl
    Karl says:

    Hallo Uwe!
    Na du traust dich was – Sagst das Thailand korrupt ist. Pass auf du wirst sicher als „frustriert“ oder „auf die Schnauze gfallen“ hingestellt.
    Schönen Tag noch und bleib in Singapur und die Zelte in D würde ich auch ned abbrechen.

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      es spricht nichts dagegen die Korruption in Thailand anzusprechen. Thailand ist, wie allgemein bekannt, eines der korruptesten Länder der Welt und die meisten Probleme des Landes haben direkt oder indirekt mit Korruption zu tun.

      Antworten
  9. Uwe A.
    Uwe A. says:

    … ich bin nicht frustriert! Das es in Thailand Korruption gibt ist ein Fakt.
    Ich mag die halt Thais und wenn da die Korruption dazugehört dann ist das leider so.
    Korruption ist eine Krankheit der Regierung und der staatlichen Organe und nicht der „normalen“ Menschen. Im Übrigen ist es ja so, das ich weiß das es in anderen Ländern, auch in Europa, ebenfalls Korruption gibt….
    Singapur ist mir definitiv zu stressig und auch zu teuer um dort dauerhaft einen Zweitwohnsitz aufzubauen… z.B. sind die Immobilien dort meist teurer wie vergleichbare in D.

    Antworten
  10. Volker
    Volker says:

    Danke für den ausführlichen und gut geschriebenen Bericht. Vor ein paar Jahren habe ich mich über die Korruption in vielen Ländern aufgeregt. Es daerte etwas bis ich merkte das es die in Deutschland auch gibt. Allerdings in größerem Stil.
    Wichtig ist, wie überall das man die sprache beherrscht. Da das vor allem in Thailand sehr schwierig ist, ich beneide Werner um seine Geduld, bleibt es nicht aus das man Fehler macht. Daraus sollte man aber lernen.
    Kleines Beispiel an der Tanke fürs Moped.
    Es ging alles sehr schnell und ich bezahlte 240 Bath obwohl nur für 100 Bath in den Tank passten. Er hat den Zähler nicht auf 0 gestellt. Also 140 Bath zuviel. Mein Gott, habe ich eben ein gutes Werk getan und seine Familie unterstützt.
    Will damit sagen, das man wie überall aufpassen muß. Ich meine auch das man Taxi-Preise überall auf der Welt vorher abmachen muß.

    Unsere Planung im Moment sind 6 Monate hier uNd 6 in Deutschland. Ein Haus haben wir für 1 Jahr gebucht weil es günstiger ist. Ob es bei diesem Haus bleibt werden wir sehen. Hoffe noch ein besseres und preiswerteres zu finden.

    Wir hoffen Werner schreibt noch weiter über seine Erfahrungen.

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian says:

      Krankenversicherung gibt es eine Grundversicherung für Angestellte mit Arbeitsgenehmigung. Für eine richtige Versicherung muss man sich privat versichern. Für kurze Aufenthalte geht es das über eine Auslandskrankenversicherung. Für längere über eine einheimische Police eines internationalen Versicherers, wie der Allianz oder AIA. Oder über internationale Krankenversicherungen speziell für Expats, wie MSH, Bupa etc.

      Antworten
      • Jürgen
        Jürgen says:

        Hi Sebastian, Dein Hinweis auf die Auslands-Krankenversicherung ist ganz wichtig. Meine Frau hatte vor fünf Jahren einen ganz schlimmen Unfall (Schlüsselbein, Rippen, Knie) kaputt. Sie ist eine Treppe beim Tempel runtergestürzt. Zur Ehrenrettung der Ärzte im International Hospital Phuket kann heute gesagt werden, dass hervorragend gearbeitet wurde. Die Ärzte in Deutschland waren überrascht bei den Kontrolluntersuchungen. Das Krankenhaus hat auch direkt mit der Versicherung abgerechnet. (VISA-Karte hinterlegt) Bei meinen Krankenhausbesuchen habe ich immer wieder Touristen getroffen, die sich gleich bei Ankunft ein Moped gemietet, und nach kurzer Zeit einen Unfall hatten, der erheblich in die Kosten geht. LG Jürgen

        Antworten
  11. Robert
    Robert says:

    Ich hab mir mein Traum vom Auswandern erfühlt, lebe seid 3 Jahren auf Mallorca.
    Finanzelle unabhängigkeit habe ich mir mit einem Internet Bussines gesichert, kann ich jedem nur sehr empfählen!
    Hier erfährst du mehr über meine Tätigkeit, die mir die Finanzelle freiheit gibt im Ausland zu Leben und zu Arbeiten
    http://goo.gl/I77VKY
    Man lebt nur einmal, warum nicht das machen was einem Spass macht
    Viele Grüße Robert

    Antworten
    • Jürgen
      Jürgen says:

      hätte auch Mallorca vorgezogen, wenn es da nicht in den Wintermonaten so entsetzlich kalt wäre. Da ist mir Thailand dann doch lieber. Wenn es regnet, bleibt es warm.
      Jürgen

      Antworten
  12. Patrick
    Patrick says:

    Hi Sebastian,

    tolle Seite. Richtig gut gemacht !

    Verdiene mein Geld mit Internet Marketing und möchte bald für mind. 1 Jahr nach THL. Auf was muss ich achten damit meine „illegale Tätigkeit“ nicht auffliegt und was wäre, wenn ich erwischt werden würde.

    Danke Dir im Voraus
    Alles Gute

    Antworten
    • Chris
      Chris says:

      Eine “illegale Tätigkeit” ist es eigentlich nicht wirklich. Es gab auch, wenn ich mich recht erinnere, in letzter Zeit mal ein Statement von offizieller(?) Seite, dass Arbeiten im Internet für ausländische Kunden (also die nix mit Thailand zu tun haben) kein Problem darstellt. Bleibt trotzdem die Tatsache, dass es dafür kein wirklich passendes Visum gibt. Vielleicht hat Sebastian da aktuellere Informationen dazu, ich denke ein Blogpost zu diesem Thema würde einige der Leser interessieren (es war auch schon mal ein solcher Artikel angekündigt, der sich mit Visafragen für „Längerdableiber“ beschäftigen sollte, vielleicht läuft da noch die Recherche 🙂

      Gruß aus BKK

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